Erkundung & Laborabstimmung

Asbest untersuchen lassen – Erkundung, Laborabstimmung und klare Handlungsempfehlung

Sie vermuten Asbest oder andere Schadstoffe? Verdächtige Bauteile werden vor Ort geprüft, bei Bedarf wird eine Materialprobenahme und Analyse durch geeignete Fachstellen koordiniert. Auf Grundlage der Ergebnisse erhalten Sie eine fachliche Einschätzung und eine klare Empfehlung für das weitere Vorgehen.

So läuft es ab

In 4 Schritten zur belastbaren Schadstoff-Einschätzung

Vom Vor-Ort-Termin bis zur Handlungsempfehlung, der zeitliche Rahmen richtet sich nach Umfang und gegebenenfalls benötigter Laboranalyse.

1. Vor-Ort-Termin

Begehung des Objekts und Sichtung verdächtiger Bauteile, Materialien und Schadstoffhinweise.

2. Analyse abstimmen

Wenn nötig, wird eine sichere Materialprobenahme und Laboranalyse mit geeigneten Fachstellen für Sie abgestimmt.

3. Laboranalyse

Analyse der Materialprobe durch ein geeignetes Fachlabor, zum Beispiel mittels REM- oder PLM-Verfahren. Laborbericht als Anlage.

4. Auswertung & Empfehlung

Der Laborbefund wird fachlich eingeordnet, und Sie erhalten eine konkrete Empfehlung für Planung, Sanierung oder weitere Untersuchung.

Wichtig: Untersuchung statt Gutachten

Ihr Gebäude wird erkundet, Ergebnisse werden fachlich eingeordnet. Materialprobenahmen und Laboranalysen erfolgen durch geeignete Fachstellen. Die Einschätzung ist kein Gutachten und ersetzt kein vollständiges Schadstoffkataster.

Untersuchungs-Spektrum

Diese Materialien können Asbest enthalten

Bei Gebäuden mit Baubeginn vor dem 31.10.1993 können viele Bauteile asbesthaltig sein. Besonders relevant sind Materialien, die bei Sanierung, Rückbau oder Renovierung bearbeitet werden.

Eternit-Dachplatten & Wellplatten
Asbestzement-Fassadenplatten
Floor-Flex- & Cushion-Vinyl-Bodenbeläge
Fliesenkleber & Spachtelmassen
Putze & Wandbeschichtungen
Brandschutzbeschichtungen und Spritzasbest-Verdacht
Rohrisolierungen & Dichtungsschnüre
Nachtspeicheröfen & technische Bauteile
Dachpappen & Bitumenbahnen, bei Bedarf auch PAK-Verdacht
Häufige Fragen

Asbest-Untersuchung: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Wie läuft eine Asbest-Untersuchung ab?+

Vor Ort werden die relevanten Bauteile geprüft, bei Bedarf wird eine Materialprobenahme und Analyse durch geeignete Fachstellen koordiniert. Anschließend erhalten Sie eine verständliche Einschätzung mit Handlungsempfehlung. Die Untersuchung ist kein öffentlich bestelltes Sachverständigengutachten, sondern eine fachkundige Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen.

Was kostet eine Asbest-Probe?+

Die Kosten hängen von Anzahl, Materialart, Anfahrt und gewünschter Bearbeitungszeit ab. Die Kosten einer Materialanalyse werden bei der geeigneten Fachstelle erfragt. Vorab erhalten Sie eine transparente Einschätzung der Kosten. Wenn ein formelles Schadstoffgutachten benötigt wird, empfiehlt sich die Einbindung eines geeigneten Sachverständigen.

Kann ich Asbest selbst testen?+

Davon ist abzuraten. Schon bei der Probenahme können Fasern freigesetzt werden, wenn Material beschädigt, gebrochen, gebohrt oder abgekratzt wird. Eine fachgerechte Probenahme reduziert dieses Risiko für Sie und sorgt dafür, dass Probe, Entnahmestelle und Ergebnis nachvollziehbar dokumentiert sind.

Welche Materialien sollte ich untersuchen lassen?+

Verdächtig sind vor allem Bauteile aus Gebäuden mit Baubeginn vor dem 31.10.1993, insbesondere Bodenbeläge wie Floor-Flex oder Cushion-Vinyl, Fliesenkleber, Spachtelmassen, Putze, Wand- und Deckenbeschichtungen, Asbestzementplatten, Rohrisolierungen, Brandschutzbauteile und technische Altbauteile.

Brauche ich vor jeder Sanierung eine Untersuchung?+

Nicht automatisch. Entscheidend ist, ob bei den geplanten Arbeiten Gefahrstoffe freigesetzt werden können. Bei Bestandsgebäuden mit Baubeginn vor dem 31.10.1993 muss Asbest grundsätzlich mitgedacht werden. Reichen die vorhandenen Informationen für eine sichere Gefährdungsbeurteilung nicht aus, kann eine technische Erkundung oder Beprobung erforderlich sein.

Wie schnell bekomme ich das Ergebnis?+

Standardanalysen dauern je nach Labor und Auslastung meist etwa 5 bis 10 Werktage. Eine Express-Analyse innerhalb von 24 bis 48 Stunden ist je nach Material, Labor und Verfügbarkeit gegen Aufpreis möglich.

Ist der Bericht ein Gutachten?+

Nein. Sie erhalten einen Untersuchungsbericht mit Laborbefund, Fotodokumentation, fachlicher Einschätzung und Handlungsempfehlung. Dieser Bericht dient Ihnen als Entscheidungsgrundlage für Planung, Sanierung oder weitere Untersuchung. Ein öffentlich bestelltes Sachverständigengutachten oder ein vollständiges Schadstoffkataster wird dadurch nicht ersetzt.

Was passiert bei positivem Asbestbefund?+

Sie erfahren, was der Befund für Ihr Vorhaben bedeutet und welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Je nach Material und geplanter Tätigkeit kann eine Sanierung nach GefStoffV und TRGS 519, ein anerkanntes emissionsarmes Verfahren, eine Anzeige bei der Behörde oder eine weitergehende Untersuchung erforderlich sein.

Unsicher, ob eine Probe nötig ist?

Schicken Sie uns Bilder, Baujahr und eine kurze Beschreibung der geplanten Arbeiten. Geprüft wird, ob für Sie eine Begehung oder Probenahme sinnvoll ist.