SELOS Ratgeber
Nachtspeicherofen und Asbest: Was Sie wissen müssen
Alte Nachtspeicheröfen können Asbest enthalten — oft schwach gebunden. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr Gerät einordnen und was vor dem Austausch zu beachten ist.
Warum Nachtspeicheröfen besonders sind
In vielen älteren Nachtspeicheröfen wurden asbesthaltige Bauteile zur Wärmedämmung und als Dichtung verwendet. Anders als Asbestzement sind solche Materialien teilweise schwach gebunden: Fasern können sich durch Alterung, Erschütterung oder den Luftstrom des Gebläses lösen.
Ob Ihr Gerät betroffen ist, lässt sich nicht von außen erkennen. Hinweise geben Hersteller, Typbezeichnung und Baujahr auf dem Typenschild.
So ordnen Sie Ihr Gerät ein
- Typenschild ablesen: Hersteller, Typ und Baujahr notieren
- Hersteller oder Energieversorger nach Asbestangaben zum Gerätetyp fragen
- Geräte, die vor dem Asbestverbot hergestellt wurden, besonders vorsichtig behandeln
- Bei Unsicherheit: das Gerät als asbestverdächtig behandeln
Was Sie nicht tun sollten
Öffnen, zerlegen oder transportieren Sie einen verdächtigen Nachtspeicherofen nicht selbst. Der Abbau asbesthaltiger Geräte gehört in die Hände eines sachkundigen Fachbetriebs, der nach den Vorgaben der TRGS 519 arbeitet.
- Gerät nicht aufschrauben oder Steine ausbauen
- Nicht mit dem Haushaltsstaubsauger reinigen
- Bei Beschädigung: Gerät ausschalten, Raum nicht unnötig nutzen, fachlichen Rat einholen
Wie SELOS Sie unterstützt
SELOS berät Sie vor dem Austausch unabhängig, ordnet Ihre Geräte ein und begleitet den Ausbau durch einen Fachbetrieb. Auf Wunsch führen wir nach dem Ausbau eine Raumluftmessung gemäß TRGS 519 in Verbindung mit VDI 3492 durch und dokumentieren das Ergebnis.
Häufige Fragen
Ist ein Nachtspeicherofen mit Asbest gefährlich?›
Ein intaktes, geschlossenes Gerät setzt in der Regel wenig Fasern frei. Weil die Bauteile aber schwach gebunden sein können, steigt das Risiko bei Alterung, Beschädigung oder unsachgemäßem Abbau deutlich.
Darf ich meinen Nachtspeicherofen selbst abbauen?›
Davon raten wir dringend ab. Asbesthaltige Geräte sollten nur von sachkundigen Fachbetrieben ausgebaut und entsorgt werden.
Wie finde ich heraus, ob mein Gerät Asbest enthält?›
Lesen Sie Hersteller, Typ und Baujahr vom Typenschild ab und fragen Sie beim Hersteller nach. Ohne eindeutige Angabe sollten Sie das Gerät als asbestverdächtig behandeln.
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Sie haben einen konkreten Verdacht?
Schildern Sie Ihre Situation — Sie erhalten eine kostenlose Ersteinschätzung, ob in Ihrem Fall eine Erkundung oder Untersuchung sinnvoll ist.
Asbestverdacht? Klarheit über Ihre nächsten Schritte.
Beschreiben Sie kurz Ihre Situation. Gemeinsam klären Sie, ob Beratung, Gebäudeerkundung oder Begleitung vor und nach einer Sanierung sinnvoll ist.
